Padel Turniere - Rückblick und Ausblick

Zunächst ein kleiner Rückblick auf die vergangenen Turniere der Cupra Padel-Point Tour der letzten Wochen, basierend auf den Berichten des Padel-Journalisten Nasser Hoverini:

 

Cupra Padel Tour Bordeux vom 1. bis 2. Juli:

Gespielt wurde das Amateur-Turnier auf der Anlage 4Padel in Bordeux in einem außergewöhnlichen Format: Freitags ein P100-Turnier gefolgt von einem P250-Turnier am Samstag. Stargast war Pablo Lijo, die aktuelle Nummer 44 der Weltrangliste, der sich auf der Cupra Padel-Point Tour zeigte. Pablo bewies sein Können in einem Schaukampf mit Mélissa Martin gegen JT Peyrou mit Amélie Détrivière und das Quartett begeisterte das Publikum.

 

Cupra Padel Tour La Rochelle, 10. bis 12. Juni:

Es war das fünfte Turnier der Cupra Padel-Point Tour, das in La Rochelle stattfand und mit dem Endspiel am 12. Juni endete. Das außergewöhnlich gut besuchte Turnier machte hervorragende Werbung für den Padel-Sport. Hier wurde zudem eine Wettkampf-Innovation ausprobiert. Die Vorrunden-Matches wurde im Modus eine sogenannten „langen Satzes“ gespielt. Statt der üblichen zwei Gewinnsätze geht der lange Satz bis 9, muss allerdings mit zwei Spielen Unterscheid, also beispielsweise 9:7 gewonnen werden. Andernfalls wird weitergespielt, bis die zwei Spiele Unterschied erreicht sind. Ab dem Viertelfinale wurde dann wieder im gewohnten Zweisatz-Format gespielt. Von den Spielerinnen und Spieler wurde die Modus-Variante sehr offen angenommen, nun bleibt zu überlegen, ob es sinnvoll ist, in allen Cupra-Padel-Turnieren diesen Modus einzuführen.

 

Cupra Padel-Point Les Pyramids, 3. bis 5. Juni:  Ein heißes Padel-Wochenende

Die 7. Station der Cupra Padeltour führte auf die Anlage Les Pyramids im Osten von Paris, auf der normalerweise eines der größten Turniere der französischen Meisterschaft (P2000) stattfindet. Hier wurden vier Wettbewerbe (1 P500 Männer und 1 P500 Frauen, 1 P100 Männer und 1 P100 Frauen) ausgetragen. Vor vollen Rängen begeisterte vor allem das Match von Ben Tison (französische #1) und Téo Zapata (#66 der Welt) gegen Yann Auradou (#9 der französischen Rangliste) und Manuel Vives (#25 der französischen Rangliste), die einen tollen Vorgeschmack auf das Niveau boten, das beim ersten Turnier in Roland Garros in den kommenden Tagen zu erwarten ist.

Premier Padel: Ein heißer Turniersommer hat angefangen

Premier Padel – so heißt die Marke, unter der der internationale Padel-Verband FIP nun seine Aktivitäten promotet. Im Fokus stehen dabei die besten Padel-Athleten der Welt, die überall auf dem Globus spielen werden. Für diesen Sommer sind noch einige Highlights angekündigt, die allen Fans packende Begegnungen und tolle Padel-Events bescheren werden. Daneben finden auch hochkarätig besetzte Turniere der World Padel Tour (WPT) statt.

 

Hier die Turnier-Highlights für die nächsten Wochen:

 

FIP Turnier Gran Canaria, 25. bis 31. Juli

Diese Junioren-Turnier zeigt die kommenden Athleten in Action. Es ist für junge Damen und Herren ausgeschrieben. Gespielt wird in den Altersklassen unter 14, unter 16 und unter 18.

 

WPT Turnier Malaga, 19. bis 24. Juli

Ein Turnier der höchsten Kategorie für Damen und Herren. Gespielt wird im Palacio Desportes José María Martín Capena.

 

FIP Turnier Malaga, 15. bis 21. August

Detaillierte Informationen zu dem Profi-Turnier folgt in Kürze hier und auf der Webseite des Verbandes FIP sowie auf der Turnierliste der WPT.

Padel als Wettkampf

Die deutsche Padel-Szene entwickelt sich langsam, aber stetig. Über die Faszination, Padel zu spielen, haben wir an dieser Stelle schon viel geschrieben. Den riesigen Spaß, den Padel dir ermöglicht, erlebst du natürlich am einfachsten, wenn du selbst auf den Court gehst. Inzwischen ist Deutschland ja schon ganz gut aufgestellt, was frei buchbare Padel-Courts angeht. Aber so richtig treibst du einen Sport ja erst dann, wenn du um Punkte spielst, und sei es in der untersten Liga oder bei einem offenen Turnier. Wir haben beim Deutschen Padel Verband nachgefragt, wie Interessierte Teil des Liga- oder Punktspielbetriebes werden können.

Holger van Dahle ist Präsident des Deutschen Padel Verbandes und derzeit ein viel beschäftigter Funktionär. Denn in Deutschland gibt es inzwischen mehr als 50 Padel Clubs, die ständig mit Fragen auf der Matte stehen. Dabei geht es immer häufiger um den Liga-Spielbetrieb. Denn viele der zirka 12.000 Aktiven, die in Deutschland Stand heute auf den knapp 170 Padel Courts regelmäßig spielen, sind interessiert daran, Padel als Teamsport bei Punktspielen zu betreiben oder an offiziellen Turnieren teilzunehmen, um Ranglistenpunkte zu erkämpfen. Soviel vorweg: Um an Turnieren teilzunehmen ist eine Clubmitgliedschaft nicht erforderlich.

Padel Lizenz erwerben und losspielen

Während bei allen anderen Sportarten in Deutschland die Clubmitgliedschaft die Eintrittskarte für den Turnier- und Wettkampfsport ist, gestaltet sich das für Padelspieler*innen anders. Hier genügt der Erwerb einer für ein Jahr gültigen Lizenz, die ganz unkompliziert auf der Verbandswebseite angefordert werden kann. Für 40 Euro Jahresbeitrag sind Lizenzinhaber berechtigt, sich für Turniere der German Padel Series anzumelden. Im vergangenen Jahr gab es über 180 GPS-Turniere, die sich durch die Ranglistenpunkte unterscheiden, die pro Turnier zu bekommen sind. Es gibt die Kategorien GPS 1000, 500, 250 und 100, wobei die Zahl jeweils für die Ranglistenpunkte steht, die zu erspielen sind. Logischerweise sind Anfänger besser bei den „Niedrigpunkt-Turnieren“ aufgehoben als gleich bei einem 1000er-Turnier. Zum Prinzip zählt außerdem, dass Turniersieger eines Anfängerturniers (GPS 100) nach ihrem „Titelgewinn“ nur noch bei höher gerankten Turnieren teilnehmen dürfen – das dient dem Schutz der Anfänger. Die Turnierveranstalter entscheiden selbst, welche Turnierart sie ausschreiben. Grundsätzlich gibt es Wettbewerbe für offene Damen und Herren sowie Ü35, Ü45 und Ü55 Wettbewerbe, für die es auch nationale Ranglisten gibt. Wichtig für Turnierbetreiber: Der Verband fordert keine Melde- oder Turniergebühren von Veranstaltern. Diese haben also völlig freie Hand, ihr Turnier zu organisieren und Teilnahmegebühren festzulegen.

Ligabetrieb nach Himmelsrichtung organisiert

Für die Punktspielrunde melden sich drei Zweierteams als Mannschaft an, sofern sie über eine Lizenz verfügen. In der Saison 2021 waren 44 Teams gemeldet, die in vier Regionen Deutschlands gebündelt werden: Süd, Nord, West und Ost. Hier werden an gebündelten Spieltagen die Regionalmeister ausgespielt, die dann auf der deutschen Amateur-Liga-Meisterschaft um die Mannschafts-Krone und den Aufstieg in die Bundesliga spielen. Darüber hinaus ist der Deutsche Padel Verband Ausrichter des Bundesliga-Spielbetriebs. In den vergangenen Jahren waren in der Bundesliga ebenso viele Mannschaften gemeldet wie bei den Amateuren. Und auch das Prozedere war dasselbe. Gespielt wurde in vier Regionalgruppen an festen Terminen. Die jeweiligen Gruppensieger spielen dann den Deutschen Padel-Meister untereinander aus.

Im Jahr 2021 wurden folgende Meistertitel vergeben:

  • Damen: TC Grötzingen
  • Herren: TC Weiden
  • Herren Ü30: STC Oberland
  • Herren Ü40: STC Oberland
  • Herren Ü50: TC Weiden

Die Liga-Termine für das laufende Jahr sind hier einzusehen.

Informationen zum Spielbetrieb sind auf der Webseite des Deutsche Padel Verbands einzusehen. Außerdem haben die Betreiber von Padel-Anlagen die Möglichkeit, Turniere unter der Schirmherrschaft der Deutschen Padel Verbandes auszutragen. Alle Informationen und Anmeldung hier.

Padel Schiedsrichter und Trainer gesucht

Neben dem Turnier- und Ligasport kümmert sich der Deutsche Padel Verband auch um die Ausbildung von Trainern und Schiedsrichtern. Dazu sind Leistungszentren entstanden, die für beide Bereiche Schulungen anbieten. Organisiert werden die Lehrgänge von fünf Bundesstützpunkten in Hamburg, Wallau, Grötzingen, Geretsried und Kamen. Das Einstiegszertifikat ist der „C-Trainer“, den Spielerinnen und Spieler absolvieren können, die die Padel-Grundtechniken beherrschen. Gerade C-Trainer sind derzeit sehr gefragt, da viele Padel-Neulinge gerne Einführungskurse über Clubs oder kommerzielle Anlagen buchen würden.

Padel bei den Terra Wortmann Open

Bei einem der wichtigsten deutschen Tennisturniere stand der mobile Padel Court von padelBOX im Rahmen der Padel-Roadshow bei den Terra Wortmann Open in Halle/Westfalen!

Durch die hervorragende Position des Courts auf dem Gelände, konnte jeder Besucher Padel einfach und unkompliziert ausprobieren. Mit verschiedenen Programmpunkten, wie dem Kids Training, der One-Point-Challenge und den Sponsoren-Tagen mit Wilson und Dunlop, hatten die Besucher ebenfalls ein kleines Rahmenprogramm. Viele Zuschauer positionierten sich um den Court um sich die neue Trendsportart anzusehen oder eines der begehrten gelben Tshirts zu ergattern. Wer selbst einmal auf dem Court spielen wollte, musste sich meistens etwas gedulden, da die Anfrage sehr hoch war. Die meisten von ihnen hatten zum ersten Mal ein Padel Racket in der Hand. Da sich Padel schnell erlernen lässt und immer der gemeinsame Spaß im Vordergrund steht, kam der Court bei allen sehr gut an und sorgte für eine mächtige Padel-Euphorie während des Turniers.

Neben Begeisterung für den Sport, haben viele Besucher sich u.a. auch über die Padel-Regeln erkundigt, nach Unterschieden zwischen Padel und Tennis gefragt und welche Padel Ausrüstung man braucht. Wenn du auch mehr über den Trendsport wissen willst, schau doch mal in unseren anderen Blogartikel vorbei. In unserem Padel-Shop findest du alles, was du für dein nächstes Match auf dem Padel Court brauchst!

Des Weiteren untermalte das Engagement des Westfälischen Tennisverbands die Präsenz von Padel bei den Terra Wortmann Open. Der Verband bietet u.a. mit Unterstützung durch padelBOX CONSULTING Informationsmöglichkeiten zum Thema „Padel im Tennisverein“ an, so dass sich Menschen vor Ort schnell Fakten über Themen wie Platzbau oder Padel im Tennisverein sichern konnten.

Das Fazit der Turnierwoche in Halle fällt also durchweg positiv aus! Mehr als 3.000 Personen haben in dieser Zeit Padel auf dem mobilen Court gespielt. Da es momentan nur 124 Padel Courts in Deutschland gibt (zum Vergleich: In Spanien sind es mehr als 14.000!), war das größte Ziel die Aufmerksamkeit auf den Trendsport zu legen und das Wachstum in Deutschland weiter voran zu treiben und Padel-Point als Padel-Marke zu etablieren.

 

Padel Roadshow Halle

Padel in der Schweiz

Auch bei unserem Nachbarn in der Schweiz ist die Padel-Bewegung mächtig im Aufruhr. Der Verband in unserem Nachbarland heißt SUIPA (Suisse Padel Association) ermöglicht Sportlern mit Schweizer Pass sehr unkompliziert an eine Spieler-Lizenz zu kommen. Dann ist der nächste Schritt, Teil der Schweizer Padel-Rangliste zu werden, nur noch ein kleiner. Wir haben mit Vorstandsmitglied Anouk Faure gesprochen, die im Verband für die Padel-Ausbildung zuständig ist und sich zudem um die Öffentlichkeitsarbeit kümmert. Anouk ist außerdem Teammitglied des Schweizer Damen National-Teams und die Viertplatzierte der Schweizer Damen-Rangliste. Sie skizziert uns im Interview, wie rasant sich Padel in der Schweiz entwickelt.

Im Interview mit Anouk

Anouk, wie viele Schweizer spielen zurzeit aktiv Padel?

Anouk Faure: Es ist schwer zu sagen, wie groß die Padel-Bevölkerung in unserem Land ist, aber wir können schätzen, dass jeder Padel-Standort in der Schweiz durchschnittlich 150 Spieler hat. Derzeit gibt es in der Schweiz 44 verschiedene Padel-Standorte. Die meisten von ihnen befinden sich in Tennis- oder Sportclubs, aber in den letzten Jahren haben wir reine Padel-Zentren (Indoor) gesehen, die eröffnet wurden und zum Padel-Wachstum beigetragen haben. Bei 44 verschiedenen Padel-Sites mit ca. 90 Padel-Courts können wir sagen, dass wir derzeit etwa 6.500 Spieler in der Schweiz haben.

Und wie viele Clubs sind in der Schweiz registriert?

Anouk Faure: Wir haben heute sieben reine Padel-Clubs in der Schweiz. Eines der ersten und ältesten Indoor-Padel-Only-Center befindet sich in Basel: „Play Padel Pratteln“. Dieser Club und sein aktives Managementteam haben neben anderen Padel-Standorten eine große Rolle in den früheren Jahren der Padel-Entwicklung in der Schweiz gespielt. Die jüngsten Padel-Only-Zentren sind jetzt auch unsere größten Indoor-Padel-Clubs in der Schweiz: „Padel7“ (in Staad, St. Gallen), Padelta (in Rothenburg, Luzern), die beiden neuen PDL-Zentren (jeweils in Zürich und Schaffhausen) und Urban Padel (in Lausanne, Waadt). Diese brandneuen Clubs bieten erstaunliche Einrichtungen und hatten in den wenigen Monaten seit ihrer Eröffnung bereits großen Erfolg.

Wie ist der Liga-Spielbetrieb in der Schweiz organisiert?

Anouk Faure: Im Jahr 2021 hatten wir 630 PAIRS, die Turniere gespielt haben. Dies sind 1.230 Spieler*innen, die an SUIPA-Turnieren (Schweizer Meisterschaften und Master) oder an der SUIPA-Tour (Turniere, die von den Mitgliedsvereinen organisiert und von der SUIPA überwacht werden) teilnehmen. Zusätzlich zu diesen Spielern organisiert die SUIPA auch jedes Jahr die National Interclubs und hat 2022 ein brandneues Format eingeführt, das von zwei neuen Teammitgliedern der SUIPA neu gestaltet und entwickelt wurde: Ryan Breval & Fadi Quahog. Wir danken ihnen, dass sie ihre Zeit aufgewendet und einen gut durchdachten Interclub-Wettbewerb für 2022 geschaffen haben (Infos zum neuen Format).

Wie werden Interessenten Teil der Schweizer Rangliste?

Anouk Faure: Um sich anzumelden und an der Schweizermeisterschaft teilzunehmen, muss man Schweizer Bürger oder Einwohner der Schweiz sein. Der Spieler muss sich natürlich in seiner entsprechenden Kategorie anmelden. Um mit dem Sammeln von Punkten zu beginnen und in der nationalen Schweizer Rangliste zu erscheinen, müssen Interessenten zuerst eine Lizenz erwerben. Der zweite Schritt besteht darin, ein Turnier zu finden, das zum Athleten oder zur Athletin passt. Dazu haben wir auf unsere Webseite einen stets aktualisierten Wettkampf-Kalender positioniert. Spieler*innen können sich online mit den Daten ihres Partners anmelden oder sich direkt an den organisierenden Club wenden. Es ist möglich, ohne Lizenz zu spielen, aber dann besteht nicht die Möglichkeit, Punkte für die Rangliste zu sammeln. Außerdem haben lizenzierte Spieler Vorrang vor nicht lizenzierten Spielern. Die SUIPA bietet verschiedene Turnierkategorien an: CAT 1, CAT2, CAT3, CAT4 & CAT5. Diese Kategorien sind gemischt (sowohl Männer als auch Frauen können teilnehmen). Dazu kommen noch die Kategorie WOMEN, die Kategorie VET 45+ sowie die Kategorien Juniors U18, U16 und U14.

Welche Schweizer Padel-Anlagen und -Clubs sind besonders schön?

Anouk Faure: Das ist eine schwierige Frage. In der ganzen Schweiz gibt es mehrere schöne Padel-Spots. Man kann Orte in den Bergen mit atemberaubender Aussicht oder erstklassige Einrichtungen in den Städten finden. Die Liste aller Padel-Standorte in der Schweiz ist auf unserer Website hinterlegt.

Wie organisiert ihr die Ausbildung und wie werden Trainer geschult?

Anouk Faure: Wir haben derzeit 27 zertifizierte Padel-Trainer in der Schweiz. Wir sehen eine große Nachfrage an Trainingskursen und freuen uns, diesen Sommer den allerersten Level 2-Kurs (Ausbilderkurs für fortgeschrittene Trainer) anbieten zu können. Die Padel-Ausbildungsstruktur in der Schweiz wurde 2019 vom Verband SUIPA in Zusammenarbeit mit Mauri Andrini und seiner Akademie „Hello Padel“ geschaffen. Ursprünglich aus Argentinien und jetzt in Spanien lebend, ist Mauri unser SUIPA-Expertencoach, der in die Schweiz reist und persönlich alle Instruktorenkurse gibt. Die Bildungsstruktur besteht aus drei Stufen und jede muss der Reihe nach bestanden werden.

Mit welchen Verbänden kooperiert ihr?

Anouk Faure: Die SUIPA ist ein voll anerkanntes Mitglied der International Padel Federation (FIP) und der European Padel Federation (FEPA). Wir haben in der Vergangenheit ein FIP-Turnier organisiert und hoffen, bald ein weiteres internationales Event in Zusammenarbeit mit diesen Institutionen organisieren zu können. Die SUIPA ist die einzige Organisation in der Schweiz, die berechtigt ist, offizielle Delegationen (Schweizer Nationalmannschaften) zu entsenden, um die Schweiz bei allen offiziellen und anerkannten internationalen Wettbewerben zu vertreten. Im Jahr 2021 belegte unsere Schweizer Frauen-Nationalmannschaft den 3. Platz an den von der FEPA organisierten Europameisterschaften 2021 in Bilbao. Wir danken unserem brandneuen Sponsor Babolat, der den Verein seit Anfang 2022 unterstützt und neben anderen Projekten unseren Nationalmannschaften hilft, an den verschiedenen internationalen Mannschaftsveranstaltungen (Juniors Euro Champs & Active World Championships unter anderem) teilzunehmen.

Anouk, herzlichen Dank für diese interessanten Einblicke in den Schweizer Padel-Betrieb!

Anouk Faure ist Vorstandsmitglied des Schweizer Padel-Verbands SUIPA

Anouk Faure ist Vorstandsmitglied des Schweizer Padel-Verbands SUIPA

Vienna Padel Open

Mit Spannung haben Athleten, Sponsoren und Padel-Experten die Vienna Padel Open in Wien erwartet. Das Profi-Turnier in Österreichs Hauptstadt war die erste Veranstaltung dieses Ausmaßes in der Alpenrepublik – und ein Erfolg in jeder Hinsicht. Nach den spannenden Finalpartien am Sonntag, 12. Juni konnte Turnierdirektor Dominik Beier eine durchweg positive Bilanz ziehen.  Den Sieg in der Damenkonkurrenz sicherten sich die an zwei gesetzten Spielerinnen Ariana Sánchez und Paula Josemaría. Nach einer packenden rein spanischen Partie lautete das Endergebnis 4:6, 6:4 und 6:3, in der auch die zweitplatzierten Gemma Triay/Alejandra Salazar das Publikum von der ersten Minute an zu begeistern wussten.

Bei den Herren waren die Argentinier Sanyo Gutiérrez und Agustín Tapia nicht zu schlagen. Im denkwürdigen Endspiel entschieden sie gegen die favorisierten Spanier Alejandro Galán und Juan Lebrón den ersten Satz souverän mit 6:1 für sich, hatten in Durchgang zwei aber nicht den Hauch einer Chance und gaben ihn mit 0:6 an die Spanier ab. Der dritte Satz brachte dann mit 7:6 die denkbar knappste Entscheidung zugunsten des argentinischen Spitzen-Teams. Der Lohn für eine durchgehend starke Turnierwoche sowohl bei den Damen wie auch bei den Herren konnte sich sehen lassen: 20.000 Euro Preisgeld schütteten die Turnierveranstalter für die Turniersieger aus, 14.000 Euro nahmen die im Finale unterlegenen Teams mit nach Hause.

200.000 Euro Preisgeld – über 10.000 Fans

Die Steffl-Arena stand die gesamte Woche vom 5. bis 12. Juni im Zeichen des Trendsports Padel und markiert einen künftigen Fixpunkt im künftigen Turnierkalender der Padel-Profis. Insgesamt zählten die Veranstalter gut 10.000 Besucher an und um die Courts, die in der Steffl Arena installiert worden waren. Als Preisgelder wurden insgesamt 200.000 Euro ausgezahlt. Nicht nur die Besucher des Turniers wurden hier intensiv mit Padel konfrontiert – auch das österreichische Fernsehen ließ sich den sportlichen Leckerbissen nicht entgehen. ORF Sport+ und LOLA 1 hatten die Vienna Padel Open in ihrem Programm.

Ein toller Auftakt für Profi-Padel-Sport in Österreich, organisiert durch die World Padel Tour und namhafte Sponsoren ist in jeder Hinsicht gelungen.

Vienna Padel Open: Sponsor Padel-Point mit starkem Auftritt

Bei den Vienna Padel Open präsentierte sich Padel-Point mit einem attraktiven Rahmenprogramm. Beim ersten Turnier seiner Art im deutschsprachigen Raum wollte der führende Ausrüster für den Padel-Sport in Europa den Besuchern und Padel-Fans die Möglichkeit geben, Padel auf individuelle Art und Weise auch in der Praxis kennenzulernen. Am Turnier-Freitag und Turniersamstag hatten die Besucher der Steffl-Arena die Gelegenheit, selbst zum Padel-Racket zu greifen und verschiedenen Schläger der großen Marken auszuprobieren. Darüber hinaus gab es ein „Dauer-Dartturnier“, bei dem täglich Gutscheine für den Padel-Point-Shop zu gewinnen waren. Das beste Dart-Ergebnis der Woche wurde mit einem besonders attraktiven Preis belohnt: Es ging um zwei VIP-Tickets für Final-Matches am Sonntag. Aber auch diejenigen, die beim Dart keine absolute Treffsicherheit bewiesen haben, gingen nicht leer nach Hause. Jeder Wurf der drei Wertungspfeile wurde mit einem Padel-Point-T-Shirt belohnt.

Ein wichtiger Meilenstein für den Profi-Padelsport in Europa

Mit den Vienna Padel Open haben die Veranstalter und Sponsoren gezeigt, dass der professionelle Padel-Sport das Zeug hat, ein großes Publikum zu begeistern. Es ist zu erwarten, dass in vielen europäischen Städten Turnier folgen werden und die Faszination für den Trendsport Padel öffentlichkeitswirksam erlebbar machen. Wer Padel selbst einmal ausprobieren möchte, findet auf der Infoseite von Padel-Point alle relevanten Informationen über Anlagen in der Nähe, Ausrüstung und Spielbetrieb.

Generell gelten die Österreicher ja als sehr sportaffin, nicht nur was den Skisport angeht. Padel wird bereits seit 1995 in organisierter Form gespielt. Der Österreichische Padelverband organisiert landesweite Padel-Turniere und ist verantwortlich für Nationalteams, in denen rund 70 Spielerinnen und Spieler auch international an Turnieren sowie an Welt- und Europameisterschaften teilnehmen. Sowohl beim Weltverband FIP wie auch beim europäischen Padelverband FEPA ist der ÖPV als Mitgliedsverband registriert. Der Verbandspräsident Michael Reinthaler geht davon aus, dass derzeit über 2.000 Österreicher*innen regelmäßig Padel spielen.

Padel in Österreich: 40 Anlagen mit etwa 90 Plätzen

Im Direktvergleich zu Deutschland sind die Österreicher bei der Versorgung mit Padel-Anlagen und Padel-Courts eine Nasenlänge voraus, wenn man die Zahlen auf die Einwohner umrechnet: 40 Padel-Anlagen mit etwa 90 Courts stehen derzeit in Österreich zur Verfügung. Dazu sind inzwischen 30 Padel-Clubs beim Verband gemeldet. An den offiziellen Turnieren des Verbandes nehmen derzeit zirka 150 Athleten regelmäßig teil. Um in Österreich um offizielle Ranglistenpunkte zu spielen, benötigen Padelspieler*innen eine Lizenz, die sie absolut unkompliziert beim Verband beantragen können. Eine Clubmitgliedschaft ist dazu nicht nötig. Die österreichische Meisterschaft wird als „ÖPV Slam Tour“ veranstaltet und umfasst vier Turniere der höchsten von drei Landeskategorien. Die Gewinner eines der Slam-Turniere erhalten 500 Ranglistenpunkte, vorausgesetzt, sie sind im Besitz einer Spielerlizenz und ein Wohnsitz in Österreich liegt als Voraussetzungen für die Teilnahme vor. Darüber hinaus gibt es im Jahr 2022 zwölf ÖPV-Turniere, bei denen jeweils 250 Ranglistenpunkte zu holen sind und für die sich lizensierte Spieler*innen anmelden können. Derzeit sind in Österreich zwei professionelle Padel-Trainer für den Verband aktiv und einige Anbieter locken interessierte Padel-Könner mit Trainer-Ausbildungen.

Die schönsten Padel-Anlagen in Österreich

Selbstverständlich gibt es auch für österreichische Padel-Fans Padel-Anlagen, die auf jeden Fall ein Match wert sind. In der österreichischen Hauptstadt finden Padel-Sportler Idealbedingungen auf der Anlage am Prater vor. Die Anlage nennt sich „Padel & Beachsport“, ist mit acht Courts ausgestattet und befindet sich in der unmittelbaren Nähe des Prater. Auch in der Steffl Arena kann inzwischen regelmäßig Padel gespielt werden. Hier finden vom 5. bis zum 12. Januar die Vienna Padel Open statt, ein internationales Profi-Turnier, das der WPT ausrichtet und somit erstmalig Profi-Padelsport in der österreichischen Hauptstadt einem großen Publikum präsentiert. Hier geht’s direkt zum Turnier.

Eine besonders beliebte Padel-Anlage finden Padel-Fans im Donaustädtchen Tulln nordwestlich von Wien. Drei ganzjährig bespielbare Courts und unterschiedlichste Trainingsangebote sind hier geboten. Eine nicht minder attraktive Anlage liegt im niederösterreichischen Hagenbrunn. Beide Anlagen sind auch jeweils Austragungsort eines ÖPV Slam-Turniers mit Ranglistenpunkten.

Fazit: Auch in unserem Nachbarland Österreich wachsen die Begeisterung und das Interesse für den Padel-Sport kontinuierlich. Die Zahl an Turnieren – national wie international – steigt und immer mehr Neulinge begeistern sich für diesen faszinierenden Sport.

Padel in Italien

Auch unser Nachbarland Italien gehört schon zu den größeren Padel-Nationen in Europa. Natürlich profitieren die italienischen Padel-Fans ebenso wie die Spanier von besseren klimatischen Bedingungen, bei denen Padel vielerorts als Ganzjahressport unüberdacht betrieben werden kann. Neben einer umfangreichen Turnierserie gibt es am 6. Mai in Rom ein internationales Padel-Symposium, bei dem sich Funktionäre, Spieler und Padel-Unternehmer zum Austausch zusammenfinden. Die Veranstaltung findet im Parco del Foro Italico statt. Was hier unter anderem vorgestellt wird, ist das Konzept „Minipadel“, wobei es darum geht, auch Kindern und Kleinkindern den Padelsport nahezubringen.

Wie auch in Frankreich oder Spanien findet Padel eine organisatorische Heimat unter dem Dach des italienischen Tennisverbandes Federazione Italiana Tennis (FIT), der auch für die Ausrichtung von Profiturnieren sowie die italienische Profirangliste verantwortlich ist.

Padel in Italien – eine Welle der Begeisterung und massive Zuwächse

 

Erst kürzlich wurde eine beeindruckende Zahl publik: Derzeit befinden sich in Italien über 5.000 Padelcourts, das entspricht einer Verfünffachung in einem Zeitraum von nur zwei Jahren, war in „The Guardian“ zu lesen. Der italienische Tennisverband FIT aktualisiert permanent Tabellen mit beeindruckenden Zahlen, auch was die wachsende Zahl an Padelspieler*innen angeht. Wurden noch 2014 2.500 Aktive gezählt, wuchs die Zahl bereits 2020 auf 300.000 Spieler*innen. Heute sind es bereits über 400.000 Sportler*innen, die regelmäßig zum Padel-Racket greifen. Interessant ist auch die Zahl der gebuchten Courts: Sie kletterte zwischen 2018 und der letzten Erhebung Ende vergangenen Jahres um satte 700 Prozent von 240.000 gebuchten Courts 2018 auf 1,6 Millionen Buchungen Ende 2021.

„Kein Sport in Italien hatte jemals in so kurzer Zeit einen solchen Erfolg“, sagte Salvatore Palumbo, ehemaliger U18-Tennismeister und jetzt Padel-Trainer, gegenüber dem Guardian. „Die Italiener standen vor einem sehr harten Lockdown, Sport zu treiben war der einzige Grund, die Wohnung zu verlassen“. So hat also auch in Italien das Coronavirus einen großen Anteil daran, dass so viele Menschen mit dem Padel als Sportart angefangen haben. Denn während Fitness-Studios und Turnhallen geschlossen waren, durfte in den meisten Regionen sowohl Tennis wie auch Padel gespielt werden.

Noch wenige Topathlet*innen in der Profi Weltrangliste

 

Auch wenn erst wenige Spielerinnen und Spieler in der Weltrangliste aus Italien stammen, ist das Niveau der italienischen Liga sehr hoch einzuschätzen. Einen umfangreichen Turnierplan für 2022 hat der Verband auf jeden Fall veröffentlicht. Derzeit sind Denis Tomas Perino mit dem Weltranglistenplatz 61 bei den Herren und Carolina Orsi Gallorini mit dem 57. Platz im Damenranking der FIP-Weltranglisten die Höchstplatzierten aus Italien. Aber bei dem großen Engagement und der aktiven Jugendarbeit, die in Italien begonnen haben, lassen weitere Topathlet*innen sicher nicht mehr lange auf sich warten.

schönsten padelplätze Europas

Padel ist im Aufwind wie keine Sportart sonst. Hier in unserem Blog auf Padel-Point haben wir schon darüber berichtet, wie sich der Padelsport in anderen europäischen Ländern bereits etabliert hat. Vor allem in den Padel-Hochburgen Spanien und Italien gibt es jede Menge Padel-Courts, die traumhaft gelegen sind und ein unvergessliches Padel-Erlebnis garantieren. Wir haben uns unter Padel-Fans umgehört, welche Padel-Anlagen die schönsten in Europa sind und eine kleine Auswahl zusammengestellt.

Padel mit Blick auf den Gardasee: Tennisclub Malcesine

Was kann schöner sein, als Sport zu treiben und dabei einen unglaublichen Blick auf den Gardasee zu haben? Der Padel-Court ist im Tennisclub Malcesine erst kürzlich hinzugekommen, da die Nachfrage immer größer wurde. Die einmalig gelegene Anlage ist bei deutschen Clubspielern sehr bekannt, weil sie perfekt für Trainingscamps geeignet ist. Jetzt kann also auch noch nach Lust und Laune Padel gespielt werden, sogar unter Flutlicht. Der Club liegt majestätisch oberhalb des hübschen Ortes Malcesine und begeistert mit dem einmaligen Blick auf den Lago di Garda. Auf dieser Seite des Gardasees sind auch Mountainbiker goldrichtig und finden unzählige Traum-Trails für jeden Fitnessgrad.

Info: https://de.tennismalcesine-cassone.com/

Nobel Sport treiben: Real Club Marbella

Auch im Jet-Set-Ort Marbella an der spanischen Costa del Sol ist Padel längst schon angekommen. Sage und schreibe neun Courts stehen zur Verfügung. Darüber hinaus bietet der Club Kurse, Fitnessgeräte, Möglichkeiten zum Klettern und Calisthenics. Passend zur noblen Ausstattung des Clubs befindet sich auf der Anlage auch ein schickes Restaurant, eine Hundepension sowie die Möglichkeit, das Auto waschen zu lassen, während man sich sportlich betätigt – beispielsweise beim Padel.

Info: https://realclubpadelmarbella.com/en/

Barcelona: Club Natació Atlétic-Barceloneta

Dieser Wassersportclub liegt traumhaft direkt am Meer und bietet neben den üblichen Wassersportarten wie Schwimmen und Wasserball auch Padel-Courts mit Blick aufs Meer an. Zwischen 7.30 Uhr und 21.30 kannst Du hier Padel spielen und danach die Clubannehmlichkeiten genießen, beispielsweise im Restaurant oder in der Clubbar.

Infos: https://www.cnab.cat/

Padel auf der Lieblingsinsel der Deutschen: Pins Padel Club Mallorca

Stolz 16 Padelplätze findest Du beim Besuch des Pins Padel Clubs auf Mallorca. Zum Abkühlen nach dem Match lädt der Pool der Anlage ein und Stärkung in schickem Ambiente wird im Club-Restaurant angeboten – idealerweise auf der Terrasse mit Blick auf die Padel-Courts. Praktisch: Der clubeigene Shop hält alles an Ausrüstung bereit, was Du für Dein Padel-Erlebnis benötigst.

Infos: https://pinspadelclub.com/es/el-club

Starnberg: Seit Oktober 2021 fünf Padelplätze

Die fünf Courts der Anlage stehen gerade mal seit einem Jahr – derzeit ist die Padel-Anlage in Starnberg eine der größten in ganz Deutschland. Die Padelplätze sind mit LED-Beleuchtung ausgestattet, so kannst Du hier das ganze Jahr über und auch abends Padel spielen. Die Padel Courts sind eingebunden in die Tennisanlage mit Außen- und Hallenplätzen und angeschlossener Gastronomie. Es werden Kurse für Erwachsene und Kids angeboten, in den Ferien gibt es zusätzlich Trainingscamps.
Infos: https://www.tennisanlage-starnberg.de/

Edelclub an der Algarve: The Campus, Quinta do Lago

Bei den schönsten Padel-Anlagen darf natürlich auch die Algarve nicht fehlen. Die Portugiesen sind ebenfalls leidenschaftliche Padel-Fans und genießen den Sport unter der omnipräsenten Sonne der Allgarve am liebsten in der Nähe des Meeres. Im Club Quinta do Lago wird ein umfangreiches Padel-Kurs-Programm angeboten, dazu verfügt der Club über jede Menge weitere Annehmlichkeiten, denn er ist Teil eines noblen Resorts, in dem auch Tennis, Golf, Fitness und Sportkurse aller Art angeboten werden.
Infos: The Campus, Quinta do Lago 

Rocks Lane Padel: Britische Topadresse für Padel-Fans

Der größte Padel-Club Großbritanniens befindet sich im Herzen von Chiswick, direkt an der Turnham Green Station. Es verfügt über drei Indoor-Courts, drei weitere werden gerade gebaut, weil auch hier die Nachfrage nach Padel-Stunden so groß ist. Der Sportclub bietet neben Padel auch Tennis, Fußball und Breitensportkurse an, in den Ferien gibt es tolle Angebote für Kids mit zahlreichen Sportarten.

Infos: https://rockslane.co.uk/

Padel spielen wie Gott in Frankreich: Der WinWin Padel Arbois Club

Mit neun Außen- und zwei Indoor-Courts gehört der Win Win Padelclub in Cabriès, nicht weit von Aix-en-Provence gelegen, zu den größten Padel-Anlagen Frankreichs. Die Anlage wird auch regelmäßig für Turniere genutzt, da sie über viele Tribünenplätze verfügt. Außerdem stehen fünf Tennisplätze zur Verfügung. Darüber hinaus bietet der Club ein Restaurant und einen Padel-Shop mit aktuellem Equipment der großen Padel-Marken.

Infos: https://winwin-padel.com/

Globen Padel, Stockholm

Auch die Schweden gelten als große Padel-Fans, allerdings sind hier eher Indoor-Courts üblich. Eine der spektakulärsten Anlagen ist zweifelsohne der Globen Padel Club in Stockholm. 14 gepflegte Indoor-Courts, ein Shop mit bester Ausrüstung, ein nobles Restaurant und nicht zuletzt die abgefahrene Location selbst machen einen Besuch der Anlage zu einem tollen Erlebnis.

Infos: https://globenpadel.se/

Globen Padel Stockholm

Brandheiße News aus der Padelszene: Was geht Padel Deutschland und anderswo?

Padel macht derzeit überall in Europa und auch weltweit Furore. Gerade die ersten Monate dieses Jahres waren geprägt von einer unsicheren Situation. Mit dem von Katar aus agierenden Sportinvestmentunternehmen QSI ist nämlich seit vergangenem Jahr eine Konkurrenzbewegung entstanden, die dem WPT seinen Rang als Weltorganisation des Padel-Profisports streitig machen will. So ist der konkurrierende Weltverband FIP (International Padel Federation) mit einer eigenen Serie gestartet, die hoch attraktive Konditionen für die weltbesten Spieler*innen bietet. Gleichwohl sind die Top-Spieler*innen der Szene vertraglich an den bisherigen Weltverband WPT gebunden.

Spielervereinigung PPA zwischen den Stühlen

Inzwischen ist der Streit zwischen der PPA und dem WPT vor Gericht gelandet. Unlängst hat die Spielervereinigung eingelenkt und bestätigt, dass die Verträge mit dem WPT noch bis 2023 aufrechterhalten werden. Allerdings nehmen die Athlet*innen auch schon an den lukrativen Turnieren des Konkurrenzverbandes FIP teil, für die es auch wichtige Weltranglistenpunkte gibt. Erschwerend kommt für die Spieler*innen für ihre individuellen Turnierplanungen hinzu, dass sich wichtige und hochdotierte Top-Turniere der Verbände teilweise terminlich überschneiden.

Einige Tage nachdem die International Padel Federation (FIP) den Namen und das offizielle Logo ihrer neuen Profiserie „Premier Padel“ verkündet hatte, hat die PPA sich öffentlich darüber beschwert, dass die WPT ihre bisherige Monopol-Stellung ausnutze und die Spieler unter Druck setze. Viele der Profis liebäugeln schon länger mit der FIP als künftigem Weltverband, der sowohl für die Weltrangliste als auch die am höchsten kategorisierten Profi-Turniere maßgebend sein soll. Es bleibt mit Spannung abzuwarten, wie sich die Verbände – vermutlich im Laufe dieses Jahres – einigen werden. Auf jeden Fall spricht durch die immense finanzielle Ausstattung der QSI, die hinter dem Verband FIP steht, einiges dafür, dass die Topspielerinnen und Topspieler langfristig eher zum FIP tendieren. Hier sind die Preisgelder bei den Prestigeturnieren bis zu fünfmal so hoch wie die bei den Turnieren der WPT.

Bis 2023 WPT in guter Position

Die WPT vertritt inzwischen die Auffassung, das die Spieler*innen frei wählen können müssen, an welchen Turnieren sie teilnehmen. Damit rudert der Verband etwas zurück, denn zuvor hatten die Verbands-Oberen geäußert, die Punkte des Konkurrenzverbandes nicht für die WPT-Weltrangliste anerkennen zu wollen. Hier ist nun eine Einigung in Sicht.

Padel-Fans können sich als bis zum nächsten Jahr auf den gewohnten Turnierkalender freuen und finden hier das offizielle Ranking der Padel-Damen und der Padel-Herren.

So geht die Padel Saison weiter

Als nächste Turniere des offiziellen WPT-Kalenders stehen die „Brüssel Open“ vom 1. bis 8. Mai, die „Danish Padel Open“ vom 14. bis 22. Mai sowie die „Mallorca Challenger“ vom 21. bis 29.5. auf dem Turnierkalender. Das Turnier in Mallorca wird auf dem weltberühmten Gelände der Rafa Nadal Academy stattfinden und Rafa ist großer Padel-Fan und steht in engem Kontakt zu Padel-Profis aus Spanien und Argentinien. Längst gehört Padel zu den sportlichen Angeboten der Akademie und begeistert auch hier immer mehr Tennisspieler.

Autor: Christian Bonk

Brandheiße News aus der Padelszene: Was geht Padel Deutschland und anderswo?

Qatar Major 2022: Turnier-Serienauftakt der FIP in Doha mit Profi-Turnier

Der Padel-Weltverband FIP hat „Ernst Gemacht“: nach der recht kurzfristigen Ankündigung (wir berichteten) Ende Februar dieses Jahres wurden das Qatar Major Turnier 2022 wie geplant veranstaltet und zeigte eindrucksvoll, wie sich die FIP Major-Turniere künftig vorstellt. Das Turnier war ausschließlich männlichen Profispielern vorbehalten und schon das Teilnehmerfeld ließ auf spektakuläre Matches hoffen. 56 Paarungen waren für das Hauptfeld nominiert, davon 4 Wildcards und 8 Teams, die sich zunächst durch die Qualifikation kämpfen mussten. Unter den Favoriten fand sich beinahe die ganze Weltspitze, auch wenn es im Vorfeld reichlich Ärger mit dem konkurrierenden Padel-Weltverband WPT gegeben hatte. Dennoch traten unzählige Spieler der Weltelite an und schnupperten erstmalig FIP-Turnier-Luft, sicher auch angelockt von den 525.000 Euro Preisgeld, um die die Profis auf der brandneuen Anlage in DOHA fighteten.

Packendes Finale: Paquito Navarro und Martin Di Nenno setzten sich durch

Die Vorrunden-Matches in Doha waren ab dem 28. März angesetzt, das Finale fand am Samstag, den 2. April um 20.30 Uhr auf dem Centercourt der Anlage in Doha statt. Es standen sich die beiden führenden Paarungen der Weltrangliste gegenüber: Die spanischen Weltranglisten-Führenden Juan Lebron & Alejandro Galan gegen die spanisch-argentinische Paarung Francisco Navarro & Martin die Nenno. Der erste Satz ging relativ deutlich ann Die beiden Spanier, mit 6 : 3, entschieden sie Durchgang eins für sich. Deutlich spannender präsentierte sich dann der zweite Satz. Hier fiel die Entscheidung zugunsten des rein spanischen Teams im Tiebreak 7 : 6 nach spektakulären Ballwechseln, die alles boten, was der Padelsport zu bieten hat. Wer sich das attraktive Endspiel noch einmal ansehen möchte, klickt einfach hier.

Qatar Major 2022: ausverkaufte Halle und Besuch des Padel-Fans David Beckham

Das Turnier war nicht nur ein Erfolg, was die Beteiligung von Spieler der Weltrangliste angeht. Die Organisatoren um den FIP-Hauptsponsor Qatar Sports Investments (QSI) hatten im Vorfeld für große Begeisterung bei den Fans der noch jungen Sportart in Doha, Katar, gesorgt und konnte sich über volle Ränge freuen. Dazu trug neben den spektakulären Matches natürlich auch ein attraktives Rahmenprogramm bei. Auch der überraschende Besuch eines echten Padel-fans sorgte für Aufsehen, denn während der Turnierwoche gab sich Fußball-Ikone David Beckham die Ehre. Beckham ist großer Padel-Fan und greift auch gelegentlich selbst zum Schläger. Einen Eindruck der Spielkunst des Ex-Ausnahme-Fußballers zeigt dieses Video.

Fazit: In Doha hat der Verband FIP eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie ernst es die Funktionäre mit ihrem Engagement im Profi-Padelsport meinen.

 

Autor: Christian Bonk