(v. l. n. r.) Matthias Wunner, Chiara Kampschulte, Milla Blaschke, Johannes Lindmeyer und Team-Chefin Steffi Steible freuten sich über den Turniersieg.

PadelCity, der Deutsche Padel Verband und CUPRA haben in München ein Event der Superlative auf die Beine gestellt. In der Münchner Eissporthalle war vom 26. bis 30. Juni nicht nur die europäische Padel-Elite im Nationen-Cup vertreten. Es gab auch einen Aktionstag für Kids und Studenten, einen Netzwerkabend mit Prominenten der Padel-Szene, ein Promi-Turnier und jede Menge Gelegeheit fürs Netzwerken innerhalb der deutschen Padel-Szene.

Dazu hatte PadelCity in der Münchner Eissporthalle drei mobile, wettkampffähige Courts errichten lassen und Sitz- und Chill-Areas für mehrere Hundert Besucher vorbereitet.

Im Mittelpunkt standen Padel-Turnier mit internationalen Teams aus acht europäischen Ländern, die gegeneinander antraten, um den Wochenend-Champion zu ermitteln. Die National-Teams spielten jeweils ein Damen- und ein Herren-Match, die in die Wertung eingingen. Am Final-Sonntag trafen die Nationalteams aus Deutschland und Polen gegeneinander an. In einem äußerst spannenden Damen-Match unterlagen Milla Blaschke und Chiara Kampschulte ihren polnischen Konkurrentinnen sehr knapp in einem packenden Match. Im Anschluss stellten die Deutschen Meister Johannes Lindmeyer und Matthias Wunner ihre derzeitige Top-Form unter Beweis und gewannen ihr Match gegen die polnische Auswahl in zwei glatten Sätzen. Der Finalsieg ging durch die bessere Punktbilanz an die deutsche Auswahl.

Spektakuläres Rahmenprogramm

Das Rahmenprogramm des Events war ausgelegt für Menschen aller Altersgruppen. Dazu gehören beispielsweise Spiele mit Social Media- Stars wie Isabell Schneider alias HoneyPuu, Daniel Abt und Neven Subotic, die auf dem Padel-Court gegen Sportgrößen wie Tommy Haas, Pascal Stenzel, Gonzalo Castro und den Weltmeister-Basketballtrainer Gordon Herbert antreten sowie Matches mit Spielern verschiedener bayerischer Fußballclubs (u.a. FC Bayern, TSV 1860 München, Unterhaching, Greuther Fürth). Die Moderation der Einzel-Events übernahm Sportkommentator Marco Hagemann. Kinder hatten die Gelegenheit, ihre Sportidole hautnah zu erleben. Darüber hinaus gab es einen Business Cup und eine Party für Studierende und den Padel-Nachwuchs. Das komplette Turnier- und Rahmenprogramm, war für Besucher kostenlos.

Weitere Partner der PadelCity European Championship – neben CUPRA – sind HanseMerkur, Babolat und Resi Padel. Jonathan Sierck, Co-Gründer und Geschäftsführer PadelCity: „Im Sportjahr 24 wollen wir Padelfans und Interessierten etwas ganz Besonderes bieten. Erstmals richten wir eine eigene European Championship aus, was ohne die starken Partner an unserer Seite, allen voran CUPRA, aber auch HanseMerkur, Babolat und Resi Padel nicht möglich gewesen wäre. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir das Event in Deutschland etablieren und damit einen weiteren Beitrag dazu leisten können, den Padel-Sport hierzulande bekannter und populärer zu machen.“

Giuseppe Fiordispina, Leiter Marketing CUPRA & SEAT Deutschland im Vorfeld des Events: „Padel ist noch ziemlich neu, kommt aus Spanien nach Deutschland, erfreut sich wachsender Beliebtheit und ist eine unglaublich dynamische Sportart – dies alles passt perfekt zu CUPRA. Wir unterstützen Padel von Beginn an auf sehr vielen Ebenen: Verband, Platzanlagen, Athlet:innen, Turniere und vieles mehr. Wir wollten nicht irgendwo aufspringen, sondern – typisch CUPRA – die Challenge annehmen und etwas Neues groß machen. Insofern freuen wir uns, dass wir PadelCity bei ihrem European Championship unterstützen können und sind überzeugt, dass es fantastische fünf Tage in München werden.“

 

Autor: Christian Bonk

Deutsche Teams für die FIP-EM auf Sardinien steht fest

Während in den vergangenen zwei Wochen noch Qualifikationsmatches für die Teilnahme an der FIP-Padel-Europameisterschaft ausgetragen worden sind, hat der Deutsche Padel Verband nun die Kader für die Damen- und Herren-Wettbewerbe bekannt gegeben. Wie hier bereits angekündigt findet die diesjähige Padel Europameisterschaft vom 22. bis zum 28. Juli auf Sardinien in der Padelhochburg Cagliari statt. Je 16 Damen- und Herren-Teams spielen in diesem mit Spannung erwarteten Turnier um die europäische Padel-Krone. Hier die für Deutschland nominierten Mannschaften:

EM Kader Padel DamenEM Kader Padel Herren

Je acht Damen und Herren treten in Cagliari für Deutschland bei der EM an.

Der DPV Sportdirektor Jonas Messerschmidt freut sich auf das EM-Turnier und rechnet sich für seine Teams gute Platzierungen aus: “Wir freuen uns, mit den nominierten Spieler/-innen schlagkräftige Teams für Deutschland aufbieten zu können. Wir sind uns sicher die aktuell besten Spieler-/innen im deutschen Padelsport in den Wettkampf zu schicken und mit diesen absolut konkurrenzfähig zu sein. Die Nominierungen waren nicht einfach, teilweise Wimpernschlag-Entscheidungen, da das Niveau über die letzten Jahre und insbesondere im letzten Jahr deutlich gestiegen und die Spitze näher zusammengerückt ist. Wir freuen uns auf spannende Spiele bei der EM, insbesondere auf die mit deutscher Beteiligung.“

500er Padel-Turnier in Starnberg großer Erfolg

Am vergangenen Wochenende fand in Starnberg ein CUPRA Padel-Turnier der Kategorie 500 statt. 52 Teilnehmer umfasste das Turnier-Tableau und es wurden einen Damen-, eine Herren- und eine Mixed-Konkurrenz ausgespielt. Bei den Damen sicherten sich Lana Büttner and Timea Guibe den Turniersieg. Die Herrenkonkurrenz entschieden Aureli Cortada Sans and Sebastián Burbano für sich. Im Mixed-Wettbewerb ließen Fabian Scheckenbach and Celina Ermann alle übrigen Teilnehmer-Paarungen hinter sich. Die Veranstaltung war sehr gut besucht hat einmal mehr dazu beigetragen, Starnberg als etablierten Padel-Stützpunkt zu präsentieren.

 

Autor: Christian Bonk

 

FIP-Qualifikation für die Padel-Europameisterschaft in Italien

Die Schweizer Damen und die ungarische Damennationalmannschaft sichern sich ihre EM-Teilnahme neben zehn bereits feststehenden Teams aus vorherigen Qualifikationsturnierten. Damit stehen die FIP European Padel Championships Qualifiers nach einem Qualifikationsturnier in Norwegen fest. Die EM-Teilnehmer-Teams treten mit je einer sechsköpfigen Damenmannschaft und einer Herrenmannschaft bei der EM an, die vom 22. bis 28. Juli in Italien stattfindet. Bei den Herrenmannschaften erfolgte die Qualifikation Portugals nach den ersten beiden Tagen des Qualifikationsturniers. Ebenfalls qualifizierten sich die Schweiz (3:0 gegen Bulgarien), Monaco (3:0 gegen die Türkei), Kroatien mit einem Sieg über Litauen und Ungarn (3:0 gegen Montenegro) und Österreich mit einem knappen Sie über Gastgeber Norwegen.  Somit sind für die Endrunde folgende 16 Herren-Teams am Start:

  • Spanien
  • Italien
  • Frankreich
  • Schweden
  • Belgien
  • Großbritannien
  • Deutschland
  • Polen
  • Dänemark
  • Niederlande
  • Portugal
  • Schweiz
  • Monaco
  • Kroatien
  • Ungarn

Beim Qualifikationsturnier der Damen haben sich Estland, die Schweiz und Portugal qualifiziert, ebenfalls zur EM fahren die Damen-Teams aus Litauen (durch einen Sieg gegen Gastgeber Norwegen) und Polen sowie Ungarn. Daraus ergibt sich die folgende Teilnehmerliste für die Damen-EM:

  • Spanien
  • Frankreich
  • Italien
  • Schweden
  • Belgien
  • Dänemark
  • Niederlande
  • Deutschland
  • Finnland
  • Großbritannien
  • Estland
  • Litauen
  • Schweiz
  • Polen
  • Portugal
  • Ungarn

Gastgeber der diesjährigen FIP-Europameisterschaft ist Italien, das die EM vom 22. bis 28. Juli in Cagliari auf Sardinien ausrichtet. Italien ist ein strategisch wichtiges Land für das weltweite Wachstum von Padel als Wettkampfsport. Die sardinische Stadt Cagliari gilt als Padel-Hochburg, in der schon seit langer Zeit hochkarätige Turniere ausgetragen wurden, zuletzt ein FIP Platinum-Turnier sowie eines der CUPRA FIP Tour. Sardinien ist nach Ansicht der FIP ein hervorragender Standort für eine spannende EM 2024.

Jugendsichtung des Deutschen Padel Verbands

Drei Tage Nachwuchs-Sichtung, drei Tage Padel pur: So lautet das Fazit nach dem großen Jugendsichtungs-Turnier des DPV in Wallau.
Unter der Anleitung von Jugend-Nationalcoach Julio Gallardo nahmen über 40 Mädchen und Jungen an verschiedenen Trainingseinheiten teil, um ihre Padel-Technik und -Taktik zu verbessern. Sacha Thirion, Erik Trümpler, Nils Digel und Frank Cramer unterstützten Julio sowohl auf als auch abseits des Platzes tatkräftig. In der zweiten Event-Hälfte stand ein Turnier an, bei dem sich die Jugendlichen messen konnten.

Beeindruckend war, dass Jugendliche aus verschiedenen Teilen Deutschlands, darunter Berlin, Saarbrücken, Frankfurt, Mannheim, Düsseldorf, Köln, Karlsruhe, Stuttgart, Ravensburg, Straubing und München, den weiten Weg auf sich nahmen, um dabei zu sein. Während der Begrüßung stellte Banu Yaldiz, ehemalige Jugendleiterin und Vorständin, Bärbel Richter als neue kommissarisch gewählte Jugendleiterin und Vorständin vor. Banu ist seit dem 1. Mai als Geschäftsstellenleiterin im Süden beim DPV tätig und bleibt weiterhin hauptsächlich für die Jugend zuständig. Dieses Event war wirklich einzigartig. Noch nie zuvor hatten sich so viele begeisterte Padel-Jugendliche in solcher Zahl zusammengefunden.

Sichtung DPV

Toll besetztes CUPRA GPT 500er-Turnier in Starnberg

Am kommenden Wochenende (15. und 16. Juni) herrscht auf der Padel-Anlage der Tennispark Starnberg GmbH Hochbetrieb. Die Betreiber Richard von Rheinbaben und Alberto de Vicente y Chico richten ein CUPRA GPT 500er-Turnier aus. Gespielt werden eine Herren-Konkurrenz, ein Damenturnier und ein Mixed-Turnier. Die Matches beginnen am Turniersamstag um 10 Uhr und die Finale sind für den späten Sonntagnachmittag angesetzt.
Insgesamt haben sich für die drei Wettbewerbe 52 Spielerinnen und Spieler gemeldet, davon 8 Damenteams, 16 Herren-Teams und 8 Mixed-Paarungen. Es werden insgesamt 2.000 Euro Preisgeld ausgespielt, wobei bei den Damen und Herren Platz 1 mit 500 Euro dotiert sind. Die Zweitplatzierten nehmen 300 Euro mit nach Hause und für den 3. Platz gibt es 100 Euro Preisgeld und natürlich Ranglistenpunkte.

 

Autor: Christian Bonk

Hochklassiges 1000er Padel-Turnier in Ubstadt-Weiher am ersten Juni-Wochenende

Die CUPRA German Padel Tour (GPT) ist eine umfangreiche Turnier-Serie mit über 50 Turnieren in verschiedenen Kategorien, die auf Padel-Anlagen in ganz Deutschland ausgetragen werden. Am ersten Juni-Wochenende gastierte die GPT in Ubstadt-Weiher bei Karlsruhe und verwandelt den Gärtner Sportpark in ein Padel-Dorado. Die Sportanlage bietet Rückschlag-Sportlern drei Indoor- und drei Outdoor-Padelcourts. Dazu Fünf Tennis-Hallenplätze sowie elf Sandplätze unter freiem Himmel und zwei Badminton-Courts.
Da das Turnier als „1000er“ klassifiziert war und insgesamt 4.000 Euro Preisgeld zu gewinnen waren, zeigten sich die Wettbewerbe sehr stark besetzt. Die Turniere der CUPRA German Padel Tour werden vom Deutschen Tennis Bund (DTB) organisiert und jeweils mit den Betreibern der Anlagen durchgeführt. Im Vorfeld hatte DTB-Vorstand Peter Mayer zu dieser hochkarätigen Veranstaltung eingeladen:

„Gemeinsam mit unserem Medialisierungs- und Kommunikationspartner SPONTENT schaffen wir mit der CUPRA German Padel Tour (GPT) ein attraktives Angebot für ambitionierte Spitzensportler. Daneben entwickelt sich ein breites Turnier-Angebot. Damit Padel in der Breite wächst, wollen wir in allen Regionen Deutschlands Werbung für diesen tollen Sport machen. Auch in Baden können Besucherinnen und Besucher Padel hautnah live erleben – beim Zuschauen oder beim Spielen auf dem Mitmach-Court. Wir freuen uns auf die erste große Padel-Party der Tour im Süden Deutschlands, die durch unseren Titelpartner CUPRA sowie durch weitere Partner wie Certina und unseren offiziellen Ballpartner HEAD aufgewertet wird.“

Tolles Padel-Wochenende mit über 600 Besuchern

Den Turnierauftakt gestalteten die Damen am Samstag des Turnierwochenendes. Victoria Kurz und Denise Höfer, die seit langen zu den besten Damen-Paaren in Deutschland gehören, dominierten das dünn besetzte Teilnehmerinnen-Feld und konnten mit einem klaren 6:1 und 6:2 gegen Luciana Renic und Estrella Parejo Ramos das Turnier ohne allzu große Gegenwehr für sich entscheiden.

Bei den Herren fand sich die spanische Paarung Guillem Figuerola und Joel Olivera Palos auf der Meldeliste und die Spanier traten als Favoriten beim Turnier an. Joel wird gerade als 206. Der FIP-Weltrangliste geführt, sein Partner Guillem Figuerola als 209. des internationalen Rankings der Top-Spieler. Im Viertelfinale zeigten zunächst die Deutschen Ranglisten-Spieler Johannes Lindmeyer und Matthias Wunner mit einem 6:4 und 6:1 gegen Tim Nowotny und Sebastian Burbano ihre starke Form in der laufenden Saison. Die spanischen Favoriten ließen Frederick Bott und Tobias Rauch kaum eine Chance und sicherten sich mit einem stets ungefährdeten 6:2 und 6:2 das Halbfinale. Auf der anderen Seite des Turnier-Tableaus fuhren Nick Merten und Patrick Mayer ein klares 6:2 und 6:3 gegen Leopold und Javier Arcas ein. Die Routiniers Daniel Lingen und Vincent Jülich warfen mit einem eindrucksvollen 6:0 und 6:1 Max Fütterer und Josua Reinle aus dem Turnier.

Trotz ihrer guten Form hatten Lindmeyer und Wunner im Halbfinale gegen Guillem Figuerola und Joel Olivera Palos mit 6:2 und 6:3 ganz klar das Nachsehen; das zweite Halbfinale war deutlich umkämpfter, doch am Ende konnten Nick Merten und Patrick Mayer sich knapp gegen Daniel Lingen und Vincent Jülich mit 7:5 und 7:5 durchsetzen. Im Finale schließlich bestätigten die Spanier Guillem Figuerola und Joel Olivera Palos ihre Favoritenrolle mit 6:3 und 6:3 und ließen Nick Merten und Patrick Mayer keine echte Chance.

Neben dem Wettbewerb der 1000er-Kategorie hatten aber auch weniger erfahrene Padelleros die Möglichkeit, sich beim 100er-Wettbewerb zu messen. Im 100er-Turnier konnten Amateur-Turnierspieler zeigen, was sie mit dem Padel-Racket draufhaben. Völligen Padel-Neulingen stand der sogenannte „Mitmach-Court“ zur Verfügung, um selbst einmal das Spiel zwischen den Glaswänden zu erleben. Die Veranstalter zählten über 600 Zuschauer an den beiden Turniertagen und haben mit dem Event einmal mehr Werbung für Padel als attraktiven Wettkampfsport gemacht.

Die nächsten Stationen der CUPRA German Padel Tour versprechen ebenfalls hochklassige Matches und bieten Zuschauern wie Padel-Interessierten die Möglichkeit, Padel als Wettkampfsport hautnah zu erleben und auch selbst zum Racket zu greifen.

Autor: Christian Bonk

Padel begeistert immer mehr Profi-Fußballer

Bekanntermaßen sind Fußballer durch das enorme Ballgefühl, das sie durch ihre fußballerische Fertigkeit mitbringen, auch in Rückschlagsportarten schnell heimisch. Vor allem Padel hat es vielen Fußballern absolut angetan, wie immer wieder in der Presse zu lesen, zu hören und zu sehen ist. So gilt bereits seit Jahren Erfolgs-Coach Jürgen Klopp als absoluter Padel-Fan. Nicht nur, dass er in eine Padelanlage in Berlin (Padel FC Berlin) investiert hat, die sein Sohn betreibt. WILSON hat Jürgen Klopp sogar eine eigenen Ausstattungslinie gewidmet inklusive Schläger, Tasche und Textilien. Nach eigener Aussage trainiert Jürgen Klopp mehrmals wöchentlich und will sein Niveau in den nächsten Monaten spürbar verbessern. Dazu gehörte vor drei Wochen beispielsweise eine Trainingseinheit mit dem Ausnahme-Trainer Hernan Flores. Der einst zu den besten 20 Spielern der Welt gehörte und in seiner eigenen Akademie in Spanien immer wieder Top-Profis zu Gast hat. Bestes Beispiel: Der derzeitige Top-Star der Padel Weltelite Juan Lebron. Jürgen Klopp und Hernan Flores sind sich darin einig, dass Padel in Deutschland gerade erst begonnen hat und dass schon in wenigen Jahren niemand mehr auf die Frage „Kennen Sie Padel?“ mit Schulterzucken oder Ruderbewegungen reagiert.

Padel & Fußball – eine perfekte Symbiose

Nicht nur Jürgen Klopp ist der Padel-Leidenschaft erlegen. Auch Bayern-Keeper Manuel Neuer greift regelmäßig zum Padel-Racket. Und auch Lionel Messi und Christian Ronaldo sind regelmäßig auf Padel-Courts zu finden. Über das Engagement von Robert Lewandowski, der ein eigenen Team zu hochkarätigen Turnieren schickt, hatten wir bereits berichtet.

Auch Ex-Bayern-Coach Hansi Flick ist offenbar davon überzeugt, dass Padel in Deutschland eine echte Zukunft hat. Bereits seit einigen Jahren ist er beteiligt an der Padel-Company „Padel City, die bereits mehrere Standorte in Deutschland betreibt und nach wie vor auf Expansionskurs ist.

Auch beim BVB hat sich Padel als Trainings-Alternative zum herkömmlichen Training auf dem Fußballplatz etabliert, zumindest als Team-Building Maßnahme. So berichtete unlängst die Frankfurter Rundschau, dass sich die Profis von Borussia Dortmund regelmäßig auf Padel-Anlagen tummeln, um durch die enorme Dynamik beim Padel die generelle Beweglichkeit zu schulen. Der „BVB-Padel-Botschafter“ ist kein geringerer als Mats Hummels, der immer wieder auf seinen Social-Kanälen mit dem Padel-Racket zu sehen ist, unlängst auch in München bei einem Match mit Thomas Müller.

Auch beim amtierenden Deutschen-Fußballmeister gibt es Padel Talente

Padel ist verwurzelt in Argentinien und Spanien. So ist es nicht verwunderlich, dass vor allem Fußballprofis aus Spanien mit Padel quasi groß geworden sind. Ein Paradebeispiel ist Alejandro Grimaldo, der Weltklasse-Links-Verteidiger bei Bayer Leverkusen, dem deutschen Sensations-Team der Saison 2024. Alejandro spielt regelmäßig, wenn er im Urlaub ist und schätzt am Padel neben der Schnelligkeit vor allem die Tatsache, dass das Spiel zu viert perfekt dazu geeignet ist, um mit Freunden einen chilligen und spannenden Sport zu treiben. In einem kurzen Video auf der Bayer Leverkusen Webseite ist er „in action“ zu sehen.

 

Fazit: Die Liste der prominenten Fußballer oder Ex-Fußballer, die sich für Padel begeistern, wäre noch viel länger, wir werden auf diesem Kanal immer wieder darüber berichten, wenn Fußball-Stars zu Padelleros werden. Auf jeden Fall ist die Begeisterung der Fußballer für Padel ein wichtiges Indiz für das enorme Potenzial, das Padel in Deutschland und auch in anderen europäischen Ländern noch hat.

Autor: Christian Bonk

Padel ist eine Sportart, die Generationen verbindet und vor allem auch jugendliche Rückschlagsportler fasziniert. Dazu trägt bei, dass Padel grundsätzlich zu viert gespielt wird und die Atmosphäre auf Padel-Anlagen sehr viel lockerer ist, als in so machen Tennis-Clubs. Das macht Padel für Jugendliche attraktiv. Im Interview zeigt die 17-jährige Jugendnational-Kaderspielerin und begeisterte Padellera Larissa Bieling auf, dass Padel eine Sportart ist, die in vielerlei Hinsicht begeistert. Deutschland braucht als Padel-Nation unbedingt talentierten Nachwuchs und der hierzulande noch junge Sport bietet Jugendlichen, die es im Sport weit bringen möchten, tolle Perspektiven.

Larissa, woher bist du denn und wie oft in der Woche bist du auf welchen Padel-Courts?

Larissa Bieling: Ich komme aus Niedersachsen; genauer: aus Buchholz in der Nordheide – das ist in der Nähe von Hamburg. Mein Tennis-Heimatverein ist der TC Seppensen-Nordheide (TC S-N) u. auf derselben Anlage befinden sich auch die drei Padel-Courts des Vereins Padel sport NORDHEIDE.

Zweimal pro Woche gebe ich Tennistraining beim TC S-N, einmal pro Woche habe ich selber Tennistraining und circa dreimal pro Woche trainiere ich Padel im Sommer bei uns auf der Anlage; im Winter muss ich hier nach Hamburg in die Halle fahren – meistens auf die Anlage von „Hansepadel“.

Seit wann spielst du Tennis und seit wann spielst du Padel?

Ich habe mit acht Jahren angefangen, Tennis zu spielen und kam mit neun Jahren in den niedersächsischen Regionskader. Dort bin ich Ende September 2023 trotz wirklich toller Trainingsqualität ausgetreten, da ich die Zeit lieber für Padel aufbringen wollte; es handelt sich ja gerade um einen ziemlichen Boom und mich hat das Padel-Fieber richtig gepackt. Das kam durch einen “Open Play” Samstag  im Mai 2023, an dem ich zum ersten Mal einen Padel-Schläger in der Hand hatte.

Wann kamst du mit den ersten Padel-Turnieren in Kontakt?

Erstmalig im Oktober 2023 mit einem 250er GPS bei GreenTec in Enge Sande mit meiner Spielpartnerin Antonia Lund. Antonia habe ich kennengelernt und wir haben kurzfristig beschlossen, uns über RankedIn (Community-Plattform, die Spieler, Matches und Turnier vermittelt, Anm. der Redaktion) uns zu dem Turnier anzumelden, um auszutesten, wie weit wir kommen können.

Wie wurdest du dann für deine erfolgreiche Ausbildung gewonnen?

Nachdem mich einige Padel-Kontakte vermittelt hatten, habe ich in am Ende der Sommerferien an einem Sichtungstraining in Hessen, unter der Leitung von Jugend-Nationaltrainer Julio Gallardo teilgenommen.

Wie kamst du in den Kader und wieso gefällt es dir dort offensichtlich?

Nach dem oben erwähnten Training wurde ich von Julio gefragt, ob ich bereit wäre, im Winter 2023 beim Drei-Länderspiel in Österreich anzutreten. Natürlich hatte ich riesige Lust und anschließend folgten regelmäßige Kader-Trainings – entweder in Köln oder Wallau.

Wie oft finden Kader-Trainings statt?

Da die Spielerinnen und Spieler aus ganz Deutschland kommen, ist ein gemeinsames Kadertraining über das Wochenende für viele mit Aufwand verbunden (Anreise/Übernachtung). Man versucht jedoch sich regelmäßig, etwa alle vier bis acht Wochen für ein zweitägiges Training zu treffen.

Wie oft spielst du Turniere und wie kamst du zu deiner guten Partnerin für die Turniere?

Ich spiele im Schnitt ein- bis zweimal pro Monat Turniere. Durch längere Regenphasen in den Sommerferien 2023 habe ich erstmals in Hamburg bei Hansepadel in einer Halle gespielt. Dort kam ich mit einem der Trainer in Kontakt, der mir empfahl, Padel unbedingt weiter zu verfolgen und auch Turniere zu spielen. Er hatte die Idee, dass als Partnerin Antonia Lund passen würde und daraufhin haben wir uns kurze Zeit später verabredet. Wir haben uns auf Anhieb super verstanden und auch unser Spielstil hat gut harmoniert und wir hatten auf dem Platz direkt Fun. Meine andere Partnerin (Kiki Kruse), mit der ich zweimal ein offizielles Turnier spielen durfte, kenne ich aus meinem Verein und der Bundesliga-Mannschaft. Sie hat mir am Anfang sehr engagiertes Training gegeben und Vieles beigebracht – dafür bin ich ihr sehr dankbar!

Man spielt also auch im Wettkampf teilweise mit unterschiedlichen Partnern?

Ja, meistens spiele ich mit Antonia Lund. Aber zweimal konnte ich auch mit Kiki Kruse spielen, die bereits 2022 bei der Damen WM und kürzlich bei der Senioren-WM mit dabei war.

Welcher war dein größter Erfolg im Jugend- und im Erwachsenenbereich?

Im Jugendbereich war der größte Erfolg die Teilnahme mit der deutschen Jugend-Nationalmannschaft beim Drei-Länder-Spiel in Wien gegen Österreich und Tschechien. Dort wurde ich in der U16 und in der U18 eingesetzt. Im Erwachsenenbereich wurde ich im November 2023 mit meiner Mannschaft Champion in der 2. Bundesliga. Außerdem war auch der Turniersieg eines 500er-GPS-Turniers Ende 2023, zusammen mit Kiki, ein großer Erfolg.

Wer trainiert dich wie oft im Padel?

In Bezug auf Training ist es derzeit (leider) so, dass es nicht viele Trainer in unmittelbarer Nähe gibt, die noch dazu genügend Kapazitäten haben. Daher variiere ich entsprechend, um auf regelmäßiges Training neben den Match-Trainings zu kommen. Zu meinen Trainingseinheiten gehören das Jugendtraining im Verein bei Sergio Dos Santos Silva und Training bei Kiki Kruse (deutsche Nationalspielerin und Trainerin bei mir im Verein), Moritz Lund und Tobias Rauch von Hanse Padel Hamburg und Stuart Duggan (Irischer Nationalspieler, Padelon Hamburg).

Funktionieren Padel und Tennis miteinander?

Durch Padel habe ich beim Tennis eine noch bessere Beinarbeit, weil man dort einfach viele kleine, schnelle Schritte macht und auch tiefer in den Knien ist. Zudem sind meine Volleys viel besser geworden, da man diese beim Padel ja sehr viel spielt und dadurch automatisch übt.

Wie hilft dir Tennis beim Padel?

Durchs Tennis bringt man von vorneherein Ballgefühl und eine gewisse Treffsicherheit mit. Ich persönlich spiele beim Tennis auch gerne viele Winkel- oder Longline-Bälle. Die kann ich dann natürlich auch gut beim Padel spielen.

Du spielst in diesem Jahr Deine zweite Bundesliga-Saison, welche Ziele hast Du noch?

Durch Mannschaftswechsel haben wir keine 2. Bundesliga mehr und ich spiele nun in der 1. Bundesliga mit. Mal sehen, ob ich einmal die Chance auf einen Einsatz habe. Das wäre zumindest kurzfristig erst einmal ein Ziel, langfristig möchte ich mich dann natürlich in der 1. Bundesliga etablieren.

Wie denkst du, kannst du an spanisches oder südländisches Niveau herankommen?

Puh, das ist in der Tat eine Aufgabe!!! Spielen, spielen, spielen und es wäre nötig, von eben diesen zu lernen bzw. trainiert zu werden.

Im Jugend-National-Kader haben wir den Jugend-Nationaltrainer Julio Gallardo und den Coach Sacha Thirion, die uns diese Spielweise vermitteln können. Ende Mai kommt für eine Woche der Trainer Joaquin zu uns in den Verein. Diese Chance habe ich genutzt und Training bei ihm gebucht.

Statt Tennis-Camps im Süden wären künftig Padel-Camps im Süden in den Ferien sinnvoll.

Auf welcher Seite des Platzes spielst du, wieso und wieviel redest du auf dem Platz?

Ich spiele meistens auf der rechten Seite. Ich habe einfach so angefangen zu spielen, weil ich die Bälle von der Seitenscheibe lieber mit der Vorhand als mit der Rückhand spielen wollte. Mittlerweile kann ich aber auf beiden Seiten spielen. Da meine Partnerin Toni aber lieber links spielt und wir es so auch gewohnt sind, spiele ich meistens noch rechts.  Wie viel ich rede ist eine gute Frage, das kann ich selber gar nicht so einschätzen. Letztendlich sage ich während der Ballwechsel an, wo sich die Gegner gerade befinden, wenn meine Partnerin das nicht sehen kann. Ansonsten motivieren wir uns natürlich gegenseitig oder reden über Taktiken, wenn uns etwas auffällt.

Welcher ist dein bester Schlag?

Die Vorhand kurz-cross in Richtung Gitter und der Vibora; dieser vor allem longline.

Welche ist deine Lieblingstaktik?

Wenn mein Gegner auf der rechten Seite (,,Vorhandseite“) einen etwas leichteren Aufschlag auf meine Vorhand spielt, diesen kurz-cross in Richtung Gitter returnieren. Dieser Schlag ist etwas riskanter und wird eigentlich eher selten gespielt. Außerdem läuft der rechte Spieler meist auch etwas mehr Richtung Mittellinie, um die Mitte zu schließen. Deswegen rechnen die meisten nicht mit diesem Schlag/Return und bekommen ihn nicht oder nur schlecht zurück.

Wie lange möchtest du spielen und möchtest du Trainerin werden?

Natürlich solange es geht. Da ich bereits mit 14 meine Tennis-Junior-Coach Trainerlizenz erworben habe als Tennistrainerin im Jugendbereich arbeite und derzeit meine C-Trainer-Leistungssport Ausbildung absolviere, könnte ich mir das im Padel natürlich auch gut vorstellen. Hier wäre es jedoch mein eigener Anspruch, vorher selber noch besser zu werden. Auch müsste die Woche mehr Tage und der Tag mehr Stunden haben, um all das neben der Schule zu bewerkstelligen.

Danke für das Interview, liebe Larissa und weiterhin viel Erfolg!

 

Autor: Andreas Ehstand und Christian Bonk

Der Padel-Court im Detail

Viele Tennis-Clubs und Sportvereine spielen mit dem Gedanken, sich einen Padel-Platz anzuschaffen. Inzwischen gibt es in ganz Europa Anbieter, die von der Planung über die Installation bis hin zur Wartung Padel-Plätze als Komplett-Paket anbieten. Vor oder bei der Auswahl des geeigneten Court-Bauers sollte auf jeden Fall sichergestellt werden, dass der geplante Court auch den derzeitigen internationalen Anforderungen entspricht. Das ist nämlich die Voraussetzung dafür, dass Courts auch für eventuelle Liga-Spiele zugelassen sind und darüber hinaus auch „offizielle“ Turniere auf dem oder den Courts ausgetragen werden dürfen. Maßgeblich für die Parameter eines „offiziell zugelassenen Courts“ ist die Weltorganisation FIP mit Sitz in Katar. Sie verwaltet und überwacht das international verbindliche Regelwerk rund um den Padel-Sport, dazu gehör auch die Definition des Courts.

Padel-Court: Die verbindlichen Maße und Vorschriften

Das Spielfeld misst 10 mal 20 Metern (Innenmaße) mit einer Toleranz von 0,5 Prozent. Dieses Rechteck wird durch ein Netz in zwei Hälften geteilt. Auf beiden Seiten und parallel zum Netz befinden sich im Abstand von 6,95 Meter die Servicelinien. Der Abstand zwischen dem Netz und den Aufschlaglinien wird durch eine senkrechte Linie, die sogenannte zentrale Aufschlaglinie, in zwei Hälften geteilt. Die zentrale Serviceline muss 20 Zentimeter über die Anschlusslinie hinausragen. Alle Linien müssen eine Breite von fünf Zentimeter aufweisen. Die Farbe der Linien ist vorzugsweise weiß oder schwarz, um einen besseren Kontrast zur Farbe zu erzielen. Die lichte Höhe über dem Court muss mindestens sechs Meter betragen, in diesen gedachten Quader dürfen keine Gegenstände oder Installationen hineinragen (beispielsweise eine Flutlichtanlage).
Das Netz muss die komplette Breite des Courts in zwei Hälften teilen. Und in der Mitte 88 Zentimeter hoch sein. An den Netzpfosten, die 1,05 Meter hoch sein müssen, darf die Netzhöhe maximal 92 Zentimeter betragen.

Die hinteren Wände und die Seitenwände 

Der Court muss vollständig umschlossen sein. Die von innen gemessenen Enden müssen 10 Meter lang sein und die Innenlänge der Seiten 20 Meter lang. Erlaubt ist ein Mix aus Metall-Gitter und Glas, bei dem in Europa ausschließlich bruchsicheres Glas verwendet werden darf, das der Norm European Union: EN 12150-1 entspricht. Alternativ erlaubt die Vorschrift auch andere, nicht transparente Baumaterialien wie Stein, Beton oder Holz, solange ein einheitliches Abspringen des Balls durch plane Flächen gewährleistet ist. In Europa sind allerdings Gitter-Glas-Konstruktionen Standard. Der Metallzaun sollte aus Rauten oder Quadraten bestehen, die einfach gedreht oder gelötet sind, jedoch immer mit diagonalen Löchern. Diese nicht kleiner als 5 Zentimeter im Durchmesser und nicht größer als 7,08 Zentimeter sein. Die empfohlene Drahtstärke liegt zwischen 1,6 mm und 3 mm.
Die Rückwände bestehen aus einer Kombination aus Glas und Gitter, ebenso die hinteren seitlichen Court-Begrenzungen.

Prinzipiell müssen die Übergänge (Streben) zwischen den Scheiben und Gitter-Elementen so konstruiert sein, dass innen eine plane Fläche entsteht, die einen sauberen Sprung des Ball garantiert. Es dürfen keine spürbaren Kanten oder Spalten durch die Verbindung der Elemente entstehen.

Der Bodenbelag des Padel-Courts

Als Bodenbelag hat sich in Europa Kunstrasen durchgesetzt, der mit Sand eingestreut wird. Der Kunstrasen muss der Norm UNE 41958 IN für Sportböden entsprechen, die sichtbare Faserlänge der einzelnen „Rasenfasern“ darf 12 bis 13 Millimeter betragen. Als Einstreusand kommt Quarzsand zum Einsatz und zwar in beträchtlichen Mengen. Bei der Ersteinstreuung sind zwei bis drei Tonnen Sand üblich, wobei regelmäßig nachgesandet werden muss.

Der Court-Zugang auf beiden Seiten

Der Zugang zum Spielfeld erfolgt an beiden Seiten oder nur an einer davon und muss symmetrisch zur Mitte sein. Es kann sein, dass es einen gibt oder zwei auf jeder Seite, mit oder ohne Tür. In einem Court ohne Tür wird auf dem Boden in Zugangsbereich eine stabile Struktur installiert, die den Rahmen des Eingangs trägt. Die Zugangsmaße müssen wie folgt gestaltet sein:

– Bei einem seitlichen Zugang pro Seite muss die Öffnung mindestens 1,05 x 2,00 Meter und maximal 2,00 x 2,20 Meter Breite x Höhe aufweisen.

– Bei zwei seitlichen Zugängen pro Seite müssen die Öffnungen mindestens 0,72 x 2,00 m und maximal 1,00 x 2,20 m Breite x Höhe aufweisen

Hinweis: Wer sich für den Bau eines barrierefreien, geförderten Courts entscheidet, muss die Breite der Zugänge mit dem Fördergeld-Geber absprechen.

Allgemeine Hinweise zum Padel-Court-Bau

Die Firmen, die in Europa den Bau von Padel-Courts anbieten, offerieren Interessenten in der Regel ausschließlich regelkonforme Court-Varianten. Als Preise für einen Padel-Court – damit ist der reine Court ohne Bodenvorarbeiten gemeint – werden in der Regel 25.000 bis 35.000 Euro genannt. Allerdings sollte bei der Kalkulation der Posten „Bodenarbeiten“ frühzeitig geprüft werden. Denn, wie auch jeder Tennisplatz, benötigt ein Padel-Court einen professionell gestalteten Untergrund. Diese Vorarbeiten bieten die Court-Bauer in der Regel auch mit an, allerdings sind da Kosten seriös kaum zu schätzen. Es gibt viele Padel-Projekte, bei denen die Vorbereitungsarbeiten teurer waren als der eigentliche Court. Inzwischen werden am Markt auch gebrauchte Courts angeboten, die beispielsweise in Schweden abmontiert werden. Schweden ist das einzige Land Europas, in dem der Padel-Peak anscheinend vorbei ist und wo haufenweise Courts leer stehen oder schließlich „rückgebaut“ werden, um sie andernorts neu aufzustellen.

Vor allem bei Outdoor-Courts sollte auch der Pflege-Aufwand sowie die Abnutzung des Courts durch Witterungseinflüsse ins Kalkül mit einfließen. Denn auch eine gut gepflegte Spielfläche beispielsweise muss bei einer Outdoor-Lösung nach vier bis sechs Jahren ersetzt werden.

Fördermöglichkeiten oder Finanzierung prüfen

Wir hatten in einem früheren Blogbeitrag schon auf die diversen Fördermöglichkeiten hingewiesen, die vor allem einen Padel-Platz für Vereine sehr reizvoll machen. Es lohnt sich unbedingt auch die Überlegung, einen barrierefreien Padel-Platz für inklusive Sportangebote zu planen. Dafür gibt es spezielle Fördermöglichkeiten.

Einige Anbieter von Padel-Courts treten auch gleichzeitig als Investoren auf oder vermitteln diese. Grundlage bei solchen Finanzierungsmodellen ist dann eine fixe Beteiligung des Geldgebers an den Einnahmen aus der Court-Vermietung. Gerade bei sehr guten Lagen oder Standorten mit hoher Frequenz rentieren sich solche Finanzierungskonzepte unter Umständen. Bei eher geringer Auslastung sind solche Konzepte natürlich risikobelastet.

Fazit: Es sprechen viele gute Gründe für den Bau eines Padel-Courts – vor allem für Vereine. Allerdings sollte nicht unterschätzt werden, dass gute ausgelastete und damit Geld einspielende Courts einen enormen Aufwand des „Betreibers“ nötig machen. Ein Court in eher einsamer Lage, der lediglich über ein elektronisches Buchungssystem buchbar ist und „um den herum“ kein Padel-Leben stattfindet, kann schnell zur Kostenfalle werden.

 

Autor: Christian Bonk

Die Nähe von Padel und Tennis sorgt auch für viele Überschneidungen beim „Wording“ auf und neben dem Padel-Court. Neben den vielen Gemeinsamkeiten, etwa der Zählweise beim Match und einigen Grundschlägen wie Vorhand, Rückhand und Volley gibt es allerdings auch eine Menge Ausdrücke, die es ausschließlich beim Padel gibt, oder die eine andere Bedeutung haben als die gleich oder ähnlich lautenden Begriffe im Tennis. Hier grundlegende Begriffe, die du kennen solltest, wenn du regelmäßig auf dem Padel-Court trainierts und auch hin und wieder an Turnieren teilnimmst. Die Schlagvarianten, die es nur beim Padel gibt, beschreiben wir in einem separaten Blogbeitrag. Hier zunächst die „Grundbegriffe“ rund um Padel und Schlagtechnik.

Spin – bewusst erzeugte Ballrotation

Erfolgreiche Padelleros spielen den Großteil ihrer Schläge mit reichlich Spin. Das tun Tennisspieler natürlich, jedoch dominieren beim Tennis eindeutig der Topspin (Bälle mit Vorwärts-Rotation) und der sauber „unterschneidende“ Slice-Schläge, die dem Ball eine Rückwärtsrotation mit auf den Weg geben. Beim Tennis prägen diese zwei Grundvarianten von Spin das moderne Spiel von der Grundlinie prägen. Im Padel gibt es viel mehr Spin-Varianten, die grundsätzlich auf dem Slice basieren, Topspin spielt eine untergeordnete Rolle. Das liegt schon daran, dass die glatte Fläche der Padel-Rackets nicht soviel Vorwärtsrotation möglich macht, wie die Bespannung eines Tennisschlägers. Wicht bei den Slice-Varianten im Padel ist das Absprungverhalten des Balls an der Scheib oder dem Gitter. Bälle mit Backspin und/oder Slice springen in einem nach unten und seitlich orientierten Winkel von der Scheibe ab, was den sauberen Rückschlag enorm erschwert.

Spin durch den Hammergriff erzeugen

Wer als Padel-Anfänger etwas Zeit, Fleiß und Geld in Trainerstunden investiert, wird höchst wahrscheinlich zunächst mit dem so genannten Hammergriff spielen, den Trainer gerade im Anfänger-Bereich unisono Empfehlen. Bei diesem Griff wird der Schläger gerade von oben gegriffen, als würde man einen gewöhnlichen Hammer zur Hand nehmen. Mit dem Hammergriff sind prinzipiell alle Schläge zu spielen, Volleys und Schmetterbälle inklusive. Der Griff führt dazu, dass bei vielen Schlagvarianten die Schlagfläche leicht geöffnet ist, was auf ganz natürliche Weise einen Unterschnitt, also Slice verursacht.

Lob: Der Lob spielt für erfolgreiches Padel-Spiel eine entscheidende Rolle. Möglichst es, aus der passiven Position in die aktive zu wechseln, in dem er das gegnerische Team aus der Netzposition verbannt. Darüber hinaus ist er ein probates Mittel, um aus einer brenzligen Verteidigungssituation herauszukommen und Zeit zu gewinnen. Der Lob wird gerade oder auch mit etwas Unterschnitt gespielt, was ihn vor allem, wenn er in der Nähe der Scheibe auf springt, sehr gefährlich und schwer rückschlagbar macht.

Smash: Mit Smash werden im Padel die Überkopfbälle, oft als Antwort auf einen Lob, bezeichnet. Neben dem geraden Smash, der in etwa der Schlagtechnik beim Tennis nachempfunden ist, gibt es im Padel sehr viele Varianten, wie etwa den Bandecha, den Vibora oder den Kick-Smash (diese Schläge und ihre Ausführung werden in einem Folgebeitrag exakt beschrieben).

Dropshot: Dieser Schlag wird auch als Stoppball bezeichnet und soll den Gegner überraschen. Er wird ganz kurz hinters Netz gespielt, gerne auch in Nähe des Gitters. Ein kurz hinters Netz und oft vor die Füße gespielter Ball, meist mit Rückwärtsdrall gespielt, um den Gegner damit zu überraschen.

Golden-Point: Mit dieser Regel wird bei den meisten Turnieren verhindert, dass einzelne Spiele sich zu sehr in die Länge ziehen, weil immer wieder Einstand und Vorteil gezählt wird. Der Golden-Point wird beim ersten Einstand angewendet, also bei 40 : 40. Dabei darf die rückschlagende Mannschaft entscheiden, auf welche Seite der Aufschlag erfolgt. Wer den Golden-Point-Ballwechsel für sich entscheidet, gewinnt das Spiel.

Americano-Turnier: Das Americano ist eine beliebte Turnierart „auf Zeit“. Man tritt als Einzelspieler/In an und spielt das Erste Match beispielsweise 20 Minuten mit einem zugelosten Partner. Nach Ende der Spielzeit wird das Ergebnis notiert. Im zweiten Match werden die Partner neu zugeteilt, dabei wechseln die Paare, die ihr Match verloren haben, in der Court-Hierarchie nach unten und die Gewinner-Teams einen Court nach oben. Die neuen Partner werden idealerweise so zugeteilt, dass jeder Spieler so weit wie möglich auf seiner Stammseite spielt, also recht oder links. Das Americano gewinnen die Spieler, die aus allen Matches die meisten Spielgewinne erzielt haben.

News aus der Padel Profi-Welt

Nach dem Erfolg beim Profi-Turnier in Brüssel konnten Fede Chingotto und Ale Galan ihre Siegesserie beim Turnier in Sevilla ebenso fortsetzen wie Delfi Brea und Bea Gonzalez in der Damen-Konkurrenz. Für Bea und Delfi, die mit dem Sieg im Finale wie Gonzalez nach ihrem Erfolg im Halbfinale Gemma Triay in der FIP-Rangliste überholten (Brea ist nun Nummer 4 der Weltrangliste, Bea Nummer 3), ist es nun der dritte Titel in Folge.

In Venezuela wurde das Chingotto-Galan-Paar (sofort „Chingalan“ genannt) zum ersten Mal gesehen, und inzwischen gehören sie zu den absoluten Top-Teams auf der Tour. Im Finale im Estadio de la Cartuja, das in der Turnierwoche über 35.000 Zuschauer zählte, standen ihnen die Routiniers Franco Stupaczuk und Martin Di Nenno gegenüber. Den ersten Satz entschieden Chingotto-Galan im Tiebreak für sich, Durchgang 2 ging mit 6:4 an das spanisch-argentinische Super-Duo

Autor: Christian Bonk

FIP Senioren-Padel-Weltmeisterschaft in Alicante: Patrick Rafter für Australien am Start

Die diesjährige Padel Senioren WM in Alicante war ein riesiges Sport-Spektakel mit über 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 31 Nationen. Auch Australien hatte ein Team gesendet und zwar eines mit äußerts prominenter Beteiligung. Die Ex-Tennislegende und ehemalige Nummer 1 der ATP Weltrangliste Patrick Rafter trat im Landestrikot Australiens für sein Team an. In seiner äußerst erfolgreichen Tennis-Karriere war er vom 26. Juli 1999 bis zum 1. August 1999 eine Woche lang die Nummer 1 der Tennis-Herren-Weltrangliste. Der Serve-and-Volley-Spezialist konnte 1997 und 1998 die US Open für sich entscheiden, weitere größte Erfolge waren zwei Wimbledon-Finale in 2000 und 2001. Rafter war auch als Doppelspieler sehr erfolgreich und konnte 1999 unter anderem den Doppelwettbewerb bei seinem Heim-Grand Slam in Melbourne an der Seite von Jonas Björkmann für sich entscheiden.

Pat Rafter ist seit Jahren leidenschaftlicher Padel-Spieler und einer der wichtigsten Botschafter des Trendsports in seiner australischen Heimat. In einem kurzen Interview spricht er über seine Leidenschaft für Padel und den Siegeszug von Padel in Down Under. Auch mit 51 Jahren hat Pat Rafter seine Champion-Mentalität nicht verloren: Nachdem er Anfang des Jahres zwei Turniere gespielt hatte (FIP RISE Australian Open und FIP Promotion Melbourne), setzte der Australier sein Abenteuer mit der australischen Mannschaft bei den FIP Seniors fort und trat bei den Padel-Weltmeisterschaften in La Nucía (Alicante) an. Am Rande des Turniers beantwortet der ehemalige Superstar drei Fragen zu seiner Padel-Leidenschaft.

Pat, wie ist es, heute Padel zu spielen, nachdem man ein Top-Tennisspieler war?

Pat Rafter: „Es ist eine andere Disziplin und genau deshalb mag ich sie. Eine neue Herausforderung mit viel Spaß und bei mir mit großer Lust dazuzulernen. Auch wenn ich jetzt 51 bin versuche ich Tag für Tag, besser zu werden und meine Technik zu optimieren. Zu den großen Unterschieden gehört natürlich auch die Tatsache, dass man immer einen Partner auf dem Platz hat. Beim Padel ist es so, als würde man Schach mit Gegnern spielen, man muss versuchen, sie auszutricksen und eine bessere Strategie durchzusetzen.“

Wie siehst Du die Zukunft von Padel in Australien?

„Padel in Australien wächst, es ist ein noch bedächtiger, aber stetiger Prozess. Wir müssen als Botschafter die Verbreitung weiter unterstützen und viele Menschen für diesen faszinierenden Sport begeistern. Und wer weiß, vielleicht schaffen wir es in zehn Jahren, Spanien zu schlagen!“

Wie hast du diesen gigantischen Teamwettbewerb erlebt?

„Am meisten habe ich bei den Spaniern zugeschaut, die sind wirklich sehr gut. Aber ich habe aus anderen Nationen, die bei den FIP Seniors World Padel Championships gespielt haben, sehr starke Spieler gesehen. Man lernt immer etwas, indem man ihnen beim Spielen zusieht. Und im Allgemeinen habe ich bei diesem außergewöhnlichen Turnier wie diesem das Gefühl des Teamzusammenhalts sehr genossen. Ich mag meine Teamkollegen und mit ihnen zusammen zu sein und zusammen zu spielen. Es war sehr aufregend für mich und ich habe eine Menge gelernt“.

Info: Die Ergebnisse der diesjährigen FIP Seniors World Padel Championships bestätigten eine Erwartung und überraschten mit einer kleinen Sensation. Während die Spanier bei den Frauen ihren Weltmeistertitel bestätigten, setze sich in einem packenden Finale bei den Herren Argentinien als Weltmeisterteam durch. Damit haben Spanien und Argentinien einmal mehr ihre Vormachtstellung im weltweiten Padel untermauert.

 

Autor: Christian Bonk